Wann beginnt unser Leben?

Hatten Sie schon einmal ein Ziel in Ihrem Leben und gehofft, wenn Sie dieses eine Ziel erreicht hätten, seien Sie glücklich?


Seien es Kinder, einen Partner, ein abgeschlossenes Studium, eine Weltreise, die Pension oder was auch immer. Und wie war es, als das Ziel erreicht war, nachdem die Euphorie darüber nachgelassen hatte? War nicht alles wieder wie zuvor, nur leerer, weil jetzt das Ziel bereits erreicht war?


Viele Menschen gelangen irgendwann einmal an diesen Punkt, an dem sie sich fragen, worum geht es eigentlich, wann bin ich denn endlich einmal wunschlos glücklich?


Wenn wir unseren Geist einmal eine Weile beobachten, werden wir bald feststellen, dass es uns niemals gelingen kann, unseren Geist jemals ruhig zu stellen, sodass er keine Wünsche mehr hat. Wenn wir es probieren, werden wir immer mehr von allem wollen, egal wie viel wir auch von etwas besitzen.


Wer probiert, seinen Geist zu befriedigen, indem er ihm gibt, nach was er verlangt, wird scheitern. Immer und immer wieder.


Was wäre also die Alternative? Unseren Geist verhungern lassen? Ihm sämtliche Sinnesfreuden entziehen bis er aufgibt? Auch das ist nicht sehr vielversprechend. Irgendwann wird sein Hunger so gross, dass wir ihm wieder etwas geben müssen. Er zwingt uns förmlich dazu.


Glücklicherweise gibt es noch eine dritte Möglichkeit. Als Menschen haben wir ein Geschenk bekommen, das Bewusstsein. Wie es der Name bereits sagt, ist es uns dadurch vergönnt, bewusst zu sein. Das heisst, wir können uns über die Bedürfnisse unseres Geistes bewusst werden.


Und was nützt das?


Durch das Bewusstwerden unseres Geistes beginnen wir den Irrsin zu sehen, in den er uns permanent wieder und wieder treibt.


Es sind die unbewussten Momente unseres Lebens, die unser Geist nutzt, um das zu bekommen, was er will und uns dadurch in Situationen führt, in die wir gar nicht hineinwollen.


Stellen Sie sich vor, Sie haben Angst vor einer gewissen Situation und überlegen sich, was alles passieren könnte, wenn Sie etwas tun. Diese Angst entsteht bewusst. Hätten sie das volle Bewusstsein zu dieser Zeit, würden Sie Ihrem Geist niemals gestatten, sich all diese schrecklichen Gedanken auszumahlen und ihnen sogar noch Kraft zu verleihen.


Unser Geist nutzt also all die Zeit, in der wir unbewusst sind, um sich selbständig zu machen und sich irgendwelche irrealen Szenarien auszumahlen, welche absolut gar nichts mit der Realität zu tun haben.


Und tatsächlich sind es diese Gedanken, die letzten Endes unser Leben kreieren. Dank ihnen wählen wir unseren Beruf, dank ihnen wählen wir unseren Partner und sie bestimmen was wir essen.

Doch wenn wir uns daran machen, diese unbewussten Gedanken bewusst werden zu lassen, beginnen wir zu sehen, was für einen Unsinn unser Geist die ganze Zeit denkt und wohin uns das führt. Und natürlich können wir dann damit aufhören.


Leider können wir nicht von einer Sekunde auf die andere Bewusst werden und dann auch Bewusst bleiben.


Anfangs braucht es viel Zeit, bewusst zu bleiben und wir müssen es immer und immer wieder üben. Doch wenn wir uns nur jeden Tag darin üben, uns 5 Minuten lang nur auf unseren Atmen zu konzentrieren, werden wir unser Bewusstsein nach und nach steigern und dadurch entfallen nach und nach Dinge aus unserem Leben, welche uns unnötig belasten.

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